Meine Art zu reisen ist keine Idylle mit Sonnenauf- und -untergängen
Evelyne Binsack, Bergführerin, Helikopterpilotin, Abenteurerin, Buchautorin und Referentin, wuchs im Schweizerischen Nidwalden auf. Nach der Schule verfolgte sie die sportliche Laufbahn und wollte Spitzensportlerin in der Mittelstrecke der Leichtathletik werden. Doch dann entdeckte sie das Miteinander des Bergsports, welches völlig im Kontrast zum Gegeneinander auf der Tartanbahn stand. Ihr imponierte das Zusammenspiel einer Seilschaft mit der Natur und verstand die Lektionen, die ihr die Vertikale aufzwangen, schnell umzusetzen.
In den folgenden Jahren absolvierte sie als eine der ersten Frauen Europas die Ausbildung zur diplomierten Bergführerin, bestieg alle namhaften Wände der Alpen, unter anderen die Eigerwand im Alleingang, dehnte ihre Berglust aus und kletterte auf die höchsten Gipfel des Himalaja, des Karakorum, der Anden und in Patagonien.
Ihr erworbenes Feingespür als Versicherung für’s Überleben in der wilden Natur stellte sie erfolgreich auf die Probe, als sie während 484 Tagen das gesamte Festland von der Schweiz bis zum Südpol in der Antarktis aus eigener Muskelkraft mit Fahrrad, zu Fuss, mit Ski und Schlitten durchquerte. Die 484 Tage dauernde Expedition nannte sie «Expedition Antarctica».
Evelyne Binsack bildet sich heute als Dokumentarfilmerin aus und bereitet sich auf ihr nächstes Grossabenteuer vor, das sie von den Alpen bis in den Himalaja durch sämtliche Gebirgsketten führen soll.


